BEST DAY EVER.

Mittwoch, 18.03.2015
Heute war der aller aller beste Tag und der Traum jedes leidenschaftlichen Tauchers :)
Es fing erst einmal damit an, dass wir zu unserer Tauchstation kamen und sich heraus stellte, dass wir unser eigenes Boot haben und somit zum 9 Mile Reef fahren können. Das besondere daran ist, dass es deutlich weiter weg ist vom Strand als das wo wir sonst tauchen (2 Mile) und es sehr unerforscht ist, da dort kaum jemand tauchen geht. Darüber haben wir uns sehr gefreut, doch es sollte noch besser kommen.. Wir hatten also unser Briefing, was vor jedem Tauchgang gemacht wird. Dabei wird uns das Riff erklärt, die maximale Tiefe und so weiter. Mittendrin sagt der Chef der Tauchschule zu unserem Divemaster Rowan:"Rowan stop your briefing, there's a whale shark on Stringer" (Stringer ist ein 2 Mile Reef). Auf einmal sind alle hektisch geworden, wir haben unsere Flossen und Masken genommen und sind runter zum Boot gerannt. Alles ging sehr flott und wir waren schneller draußen als je zuvor. Kaum waren wir in der Nähe des Riffs, rief uns ein anderes Boot zu wo sich der Whale Shark gerade aufhält. Wir sind dementsprechend direkt ins Wasser und haben einen Free Dive gemacht also ohne Flasche etc. Und schon haben wir den Whale Shark gesehen, ein 9 Meter großer Wal, der etwa 8 Meter von uns entfernt war. Es war der WAHNSINN. Niemand von uns hat jemals so ein riesen Tier gesehen, ist geschweige denn nebenher geschwommen. Wir waren alle so aufgeregt, dass es unter Wasser etwas chaotisch war und man die ein oder andere Flosse im Gesicht hatte, doch das war uns in dem Moment egal. Hier ist es sehr selten, dass man solche Wale sieht. Der letzte Whale Shark wurde vor einem halben Jahr in Sodwana gesichtet, wir sind also richtige Glückspilze.
Nachdem wir wieder aufs Boot geklettert waren, war die Stimmung richtig gut und wir sind sogar noch zum 9 Mile gefahren. Dort war es sehr sehr schön zu tauchen und wie es das Glück wollte haben wir eine Loggerhead Turtle, eine Green Turtle und auch noch eine Hawksbill Turtle gesehen, neben denen wir ebenfalls herschwimmen konnten. Die weite Fahrt dorthin hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Doch der Tag wurde noch perfekter.. Auf dem Rückweg zum Strand sind uns doch tatsächlich etwa 25 Delfine begegnet, mit denen wir nochmals für etwa 10 Minuten schwimmen konnten wuhuuuu *__*
Wenn ihr das Video zum Whale Shark anschauen wollt dann guckt auf meine Facebook Seite :)

Und wenn jetzt nicht jeder Taucher eifersüchtig wird, dann weiß ich auch nicht ;)

Südafrikanischer Gottesdienst

Sonntag, 08.03.2015
Heute früh war ich mit 5 anderen Mädels bei einem Gottesdienst hier im Ort. Wir kamen da an und haben uns etwas gewundert, denn es war ein einfaches Haus ohne großem drum und dran. Erst einmal haben wir mit den vielen Kindern die dort waren gebastelt und gebetet, es war also so etwas wie ein Kindergottesdienst. Nach einer halben Stunde fing dann der richtige Gottesdienst an. Das Haus war komplett voll und wir saßen mittendrin. Es war ein typisch südafrikanischer Gottesdienst mit nur dunkelhäutigen, abgesehen von uns. Dennoch haben wir uns keineswegs unwohl oder nicht willkommen gefühlt. Im Gegenteil: alle haben sich gefreut das wir da waren und wollten uns umarmen. Es wurde am Anfang sehr viel gesungen und getanzt, auch die älteren haben freudig mitgesungen. Alle haben geklatscht und voller Leidenschaft gesungen, was sich ähnlich wie bei einem Gospelchor angehört hat. Zwischendurch wurde gebetet und dann wieder gesungen. Jeder war mit Herz und Seele dabei, was sehr schön anzusehen war. Es war auch egal wie gut oder schlecht jemand gesungen hat, hauptsache er war dabei. Während des Gottesdienstes hat sich der Pastor der Kirche zu mir gesetzt und mir gesagt, wie unglaublich froh sie sind, dass wir an deren Gottesdienst teilnehmen. Auch hat er gefragt, ob wir eventuell spontan etwas vorsingen können. An sich war das kein Problem, nur schwierig war es ein Kirchenlied zu finden das wir alle 6 auswendig kannten, denn wir sind alle keine großen Kirchengänger :D entschieden haben wir uns dann für "laudato si". Dazu wurde mitgeklatscht und uns wurde aufmerksam zugehört, während wir vorne gesungen haben. Es war sehr schön zu sehen, wie glücklich man nur mit dem Glauben an etwas sein kann, denn alle in der Kirche besaßen nicht viel, was offensichtlich war. Am Ende des Gottesdienst sind nochmals alle zu uns gekommen und haben uns gedrückt. Sie haben uns sogar einiges an Geld geben, womit sie uns die Liebe ausdrücken wollten, die sie für uns empfinden. Wir haben es erst nicht angenommen, doch wollten wir auch nicht unhöflich sein. Wir haben uns entschieden der Kirche etwas Gutes von dem Geld zu kaufen, beispielsweise ein Kreuz oder Bibeln denn das gab es dort nicht.
Der ganze Gottesdienst ware eine sehr schöne Erfahrung und ich kann mir gut vorstellen noch einmal dort hin zu gehen :)

Wie macht ein Taucher einen Heiratsantrag?

Freitag, 27.02.2015
Natürlich unter Wasser!
Es war so:
Wir waren 6 Taucher auf dem Boot, wir kennen uns alle und sind schon öfter zusammen getaucht. Es war also eine gesellige gemütliche Runde. Die eine Taucherin (Kathrin) hat 2 Monate bei der Diver Lodge gearbeitet, ehe ihr Freund (Kevin, kein Mann der großen Worte) sie letzte Woche besucht hat. Die beiden wohnen mit mir im Camp, sowie die anderen Taucher von dem Tauchgang auch. Nachdem wir abgetaucht waren sind wir nicht wie üblich ganz normal getaucht, sondern unser Divemaster hat sich auf eine  Sandbank gekniet, was wir ihm dementsprechend nachgemacht haben. Dann kniete sich Kevin vor Kathrin, schreibt auf einen Block "Kathrin, willst du mich heiraten?" und zückt eine Schachtel mit dem Verlobungsrin drin. Wir alle waren völlig aus dem Häuschen, vor allem aber die Kathrin :) sie nickt mit dem Kopf, er steckt ihr den Ring an den Finger und sie küssen sich unter Wasser :) wir haben alle mit Umarmung gratuliert (was garnicht so leicht ist mit dem ganzen Gebamsel um sich herum) und ich bin mir sicher, dass es deren bisher schönster Tauchgang war, auch wenn wir nicht allzu viele interessante Fische gesehen haben. Kathrin musste während des gesamten Tauchgangs auch immer wieder ihre Schwimmbrille ausleeren, die voll gefüllt mit Freudentränen war :)
Am Beach haben wir nochmals gratuliert und alle waren super happy :)
So stelle ich mir doch mal einem schönen Heiratsantrag unter Tauchern vor *__*

Und jetzt noch zu unserem Night Dive:
Wir hatten einen Night Dive abends um 19 Uhr, wo es stockdunkel war. Wir waren 11 Leute aus unserem Camp also kannten wir uns alle. Jeder hatte seine eigene Taschenlampe ausgeliehen, meine war leider kaputt weshalb sie nicht funktionierte :D ausßerdem bekamen alle ein Knicklicht an sein BCD  (an seiner Ausrüstung) damit keiner verloren geht. Abends sind wir dann also rausgefahren und mussten uns mehr oder weniger blind unsere Ausrüstung aufsetzen. Nachdem wir uns vom Boot gerollt hatten herrschte erst einmal ein riesen Chaos unter Wasser, denn man sah rein garnichts und jeder musste seinen Buddy finden, wobei man dann schon mal eine Flosse oder ne Kamera ins Gesicht geschleudert bekam. Das Riff war uns allen bekannt, dennoch war es  unglaublich schwer sich zu orientieren. Nachdem wir uns an die Dunkelheit gewöhnt hatten sahen wir auch schon die ersten riesen Fische, genannt "Potato Bass". Mit denen ist nicht zu spaßen, denn einige davon waren gut 1,50m groß. Die Fische sind direkt neben uns geschwommen und wir hatten Glück das niemand eine "Bodycheck" bekommen hat, sonst wäre der Spaß vorbei gewesen :D. Wir haben außerdem große Blue-spottet Rays also Rochen und einige Muränen gesehen, die aus ihren Höhlen gekommen waren. Nach 45 min sind wir wieder aufgetaucht und es hat allen super gefallen. Eventuell machen wir nächsten Monat nochmal einen Night Dive :)

Sodwana Baby

Mittwoch, 25.02.2015

Was ist so alles passiert während der letzten Woche..
Meinen Advanced Tauchschein habe ich bestanden, es gab 5 Tauchgänge mit folgenden Schwerpunkten: Deep Dive, Navigation, Buoyancy, Photographie und Fish ID. Am meisten Spaß hat eindeutig der Deep Dive auf 30m gemacht. Nach meinem Tauchschein haben wir mit der eigentlichen Arbeit, also dem Research, angefangen. Wir hatten Lectures und müssen spezielle Fischarten, Korallen und Seegras kennen und identifizieren können. Haie sehen wir momentan leider garnicht mehr..
An einem Wochenende habe ich mit 2 anderen eine 4-stündige Quad Tour gemacht, bei der es allerdings die letzte halbe Stunde extrem geregnet hat, ich fand aber das es da erst richtig Spaß gemacht hat :D. Außerdem haben wir einen Ausflug an den größten Frischwassersee in Südafrika gemacht, dem Sibaya Lake. Es sind alle mitgekommen und Pieter der das mit uns gemacht hat hat richtig lecker für uns gekocht. Zum Sunset haben wir uns an den See gesetzt und ein Freund von Pieter hat Gitarre gespielt und dazu gesungen. Außerdem haben wir mit Pieter das letzte Wochenende einen Ausflug zu 3 verschiedenen Stränden gemacht, wo wir im Wasser waren und uns ansonsten gesonnt haben. Abends sind wir am Wochenende als auch manchmal in der Woche im Drunken Tree, ein cooler Pub wo man tanzen, Billard spielen und viele Leute kennen lernen kann :). Gestern wollten wir den Sunset am Beach bewundern, leider fiel uns erst am Strand auf, dass der Sonnenuntergang auf der anderen Seite statt findet :'D. Letztens Annie beim tauchen :) let's make some bubbles <3 war ich mit 2 Mädels am Strand und wir haben eine Sandburg gebaut, was eine Attraktion war denn niemand kannte so etwas, was uns doch sehr verwundert hat. Ab und zu sind wir nachmittags am öffentlichen Pool, wo es eine Poolbar gibt und bei gutem Wetter auch meistens was los ist. Heute hatte eine aus unserem Camp ihren 100. Dive und dieser muss nackt durchgeführt werden, was auf jeden Fall sehr lustig war, vor allem weil ich noch dazu ihr Buddy war :D
Sehr viel mehr ist hier momentan nicht los :)
Hier schon mal ein paar Bilder 

 

Mit Gerhard chillen Honeycomb Ray Guitarfish Parrotfish Grey Reef Shark Moray Eal- Muräne Manta Ray- Mantarochen Grey Reef Shark Viele Fische Noch mehr Fische.. Und noch mehr Green Turtle Round ribbontail ray Seestern Moorish Idol ... Blue-spotted Ray Turtle Green Turtle Taucher Turtle Turtle

Sharks, dolphins and new rules..

Dienstag, 10.02.2015
Bei unserem heutigen Tauchgang haben wir eeeeeendlich einen Hai gesehen :))) es war ein grey reef shark der in etwa 10 m Entfernung um uns herum geschwommen ist :) noch dazu kamen die Delfine die wir auf unserem Rückweg zur Tauchstation gesehen haben. Eigentlich wollten wir vom Boot um mit den 10 Tieren zu schwimmen aber leider waren sie recht schnell wieder weg. Doch damit nicht genug: in unserem Camp empfing uns eine eher kleine Schlange die gerade dabei war ein noch lebendiges Chamäleon zu verschlingen :D es war sehr interessant das mit anzusehen, dann ist die Schlange allerdings auf nen Baum und war somit außer Sichtweite.

Gestern hatten wir ein Meeting mit Rowan und Sarah, unseren Volunteercoordinatoren. Sie haben neue Regeln eingeführt,  mit denen alle nicht zufrieden sind, somit gab es eine lange Diskussion.. es ging darum, dass wir nicht mehr liften dürfen wegen der Sicherheit. Wenn wir etwas unternehmen wollen müssen wir mind. einen halben Tag vorher den Transfer bestellen der jedes mal 300 Rand kostet, was umgerechnet etwa 20€ sind. Der Weg zu der Bar "Drunken Tree" ist nur etwa 200m entfernt und nicht mal hingehen dürfen wir. Heißt wir müssen für 600m Fahrt 20€ zahlen. Auch der Weg zum Strand oder in die Stadt ist nicht allzu weit und spontan in die Stadt fahren geht somit nicht mehr. Außerdem gibt es nun einen Putzplan, was meiner Meinung nach selbstverständlich und dringend notwendig ist. Doch auch darüber regen sich alle auf.. somit ist die Stimmung zurzeit leider nicht ganz so gut.

Nervig hier im Camp ist, dass "die Taucher" (so werden Fynn und ich hier liebevoll genannt..) oftmals Außenseiter sind, denn wir müssen manchmal Arbeiten wenn die anderen frei haben und was zusammen unternehmen. Genau so kochen und essen alle zusammen, nur wir wieder nicht denn wir bekommen ja alles gestellt. Daher sind wir nur "die Taucher", was ich sehr schade finde.

Am Donnerstag starte ich mir meinem Advanced Kurs, heißt ich darf dann bis auf 40m runter tauchen, was das Maximum ist. Da alle mit denen ich tauche den schon haben, bin ich mehr oder weniger gezwungen den zu machen, was ich aber ganz gut finde :) es wäre ja auch doof wenn wir zu einem tiefen Riff fahren und ich dann nicht tauchen darf weil ich nur bis 18m runter kann. Ich bin gespannt wie das wird und freue mich auch schon, allerdings heißt es dann wieder lernen lernen lernen :'(

Offizielle Taucherin!

Montag, 09.02.2015
Nachdem ich die ersten zwei Tage nach meiner Ankunft noch immer nicht mit meinem Tauchkurs anfangen konnte da welche abgesagt hatten, war ich mit den Tauchern schnorcheln. Das war zwar auch ganz gut aber ich war ungeduldig und wollte unbedingt tauchen. Am Mittwoch den 4.2. begann dann endlich der Tauchkurs, bei dem wir dann auch im Pool tauchen durften. Außerdem haben wir noch Dvds geschaut. Am Freitag ging es dann mit einem mulmigen Gefühl an den Strand. Auf das Boot passen 11 Taucher + 1 Skipper. Erst wird das Boot mit einem Trecker ins Wasser geschoben und wir schieben es dann weiter rein. Wir Frauen (ich bin oftmals die einzige) dürfen dann schon auf das Boot springen während die Männer noch weiter schieben müssen. Wenn alle drauf sind müssen wir unsere Schwimmwesten anziehen und unsere Füße unter einem Band sichern, damit wir nicht hinten drüber fallen. Dann versucht der Skipper eine Lücke zwischen den 2 m hohen Wellen zu finden um hindurch zu fahren. Meistens fahren wir dann etwa 10 Minuten bis wir anhalten, unsere Ausrüstung aufsetzen und alles noch einmal durchchecken. Der Skipper zählt anschließend einen Countdown runter und dann müssen wir uns rückwärts vom Boot fallen lassen. Dann tauchen wir ab und treffen uns mit unseren Buddys auf dem Grund. Meistens tauchen wir 50 Minuten, fahren wieder zur Tauchstation zurück und haben 2 Stunden später noch einen Tauchgang.
Auch den Tag danach hatten wir 2 Tauchgänge und anschließend haben wir erfolgreich unser Examen abgelegt, somit bin jch jetzt offiziell eine Taucherin :))

Am Sonntag hatte auch ich endlich frei. Da aber einige der Meinung waren morgens um 6 zum Gottesdienst zu fahren wurde aus ausschlafen nichts, da man in diesem Haus jeden einzelnen Schritt hört. Die Hitze war schon um 7 so extrem, dass wir erst im Pool waren und dann zum Beach gefahren sind.
Heute hatte ich meinen ersten richtigen Tauchgang also ohne Tauchlehrer :) diese Woche werden wir uns mit unserer Arbeit beschäftigen, da wir ja die ganzen Fischarten lernen müssen usw..

Sollte was interessantes passieren werde ich mich wieder melden :)

Krüger Bilder

Sonntag, 08.02.2015

Hier endlich die Bilder vom Krüger Nationalpark!

Anmerkung: Nicht alle Bilder sind von mir gemacht sondern es sind auch einige von den anderen Volunteeren dabei.

Büffel Babyhippo :) Babykrokodil auf der Bootstour Ein wunderschöner Sonnenuntergang während eines Sunset Drives :) Hippos- ob man es glaubt oder nicht, die gefährlichsten Tiere im Krüger Warthogs- Warzenschweine, die süßesten Tiere überhaupt Löwe bei der Jagd Sonnenuntergang Der Elefant der uns eine Stunde lang den Weg versperrt hat ist der Rüssel wohl etwas zu lang :D Baboonspider hochgiftige Baboonspider im Reptile Parc Papagei- Reptile Parc Reptile Parc Adler- Reptile Parc Cheetah, Gepard- Reptile Park Wild Dog- Reptile Parc Leopard- Reptile Parc Leopard- Reptile Parc Leopard- Reptile Parc Adler- Moholoholo Rehabilitationscenter Spotted Hyenas- Moholoholo Löwe- Moholoholo Löwe- Moholoholo Löwe- Moholoholo Geier auf dem Arm- Moholoholo Cheetah streicheln- Moholoholo Johan unser Volunteercoordinator Let's be friends Reserve Work Wenn Babyhippos miteinander spielen- süß Unser Boot bei der Bootstour Löwe Kudu Impalas am kämpfen Baboon Babygiraffe Waterbuck, Zebras und Impalas Trinken ist manchmal garnicht so leicht :D Dung Beetle in Kacke :D Giraffe Albino Krokodil im Reptile Parc eine schöne Aussicht beim Birdsurvey :) abgemargertes Hippo :( Nashorn auf der Flucht Aussicht vom Camp auf den Oliphant River Unser Pool Sonnenuntergang am Oliphant River Unser Pick Up Nashorn Meine Gruppe Giraffenportrait Hippo Waterbuck Dung Beetle das Südafrikanische Gnus motiviert beim Reserve Work :D Unsere Truppe bei der Mangoplantage Mangoplantage- es war wie bei einer Galileo Doku

Tauchprojekt

Montag, 02.02.2015
Erste Tage

Nachdem ich eine Nacht im Hotel in Joburg verbracht hatte ging es für mich nach Sodwana Bay ins Tauchprojekt. Ich bin mit 2 anderen Mädels und einem Jungen zusammen angereist. Schon auf dem 2 1/2 stündigen Weg zum Camp habe ich eine Menge gesehen. Angefangen hat es mit einem jungen schwarzen Mädchen in einem pinken Tütü, das ein totes Huhn auf dem Arm hatte. Weiter ging es mit 2 kleinen Jungs, die mitten in der Pampa am Seitenstreifen der Autobahn mit Kühen spielten. Sowieso stehen überall in SA Kühe, Esel und Ziegen unmittelbar an der Fahrbahn. Die Fahrweise ist hier auch gewöhnungsbedürftig: wenn jemand überholt wird fährt dieser auf den Seitenstreifen und der der überholt hat bedankt sich mit dem Warnblinker. An großen Kreuzungen gibt es keine Ampeln sondern nur Stoppschilder. Ist das der Fall wird nicht nach rechts vor links o.ä. gefahren, sondern nach "wer zuerst kommt malt zuerst". Die Autos sind hier auch etwas anderes, alle haben weiße Pick Ups wo auf der Ladefläche die Menschen transportiert werden. Auch Trampen ist hier alltäglich, auch wir trampen hier, denn jeder hält an und nimmt einen auf dem Pick up mit.
Als wir denn endlich ankamen empfangen uns 14 Mädels kichernd in der Küche. Heißt Fynn ist hier der einzige Junge unter nun 17 Mädels :D er und ich sind die einzigen die das Tauchprojekt machen, alle anderen machen Sozialarbeit.
Am nächsten Tag hatten wir von unserem Coordinator eine Einführung in das Projekt, den Regeln und das Camp. Danach waren wir einkaufen und wir haben erstmals das richtige Südafrika kennen gelernt. Im Anschluss hatten Fynn und ich noch eine Lecture explizit zu unserem Projekt. Das Haus hier ist sehr radikal und von Sauberkeit halten die hier auch nicht viel :D wir Taucher haben unseren eigenen Kühlschrank, da unser Essen schon mit im Programm ist wie im Krüger auch schon. Leider wurde mein Tauchkurs erstmals gestrichen, da meine 4 Mittaucher abgesagt haben. Dennoch werde ich morgen mit Fynn, der schon den Tauchschein hat, und unseren Coordinatoren raus fahren um schon mal zu schauen wie das alles abläuft. Doch da ich die Unterlagen zum Tauchen schon habe und alles auf englisch heißt es erst einmal lernen lernen lernen..

Die Fotos zum Krüger kommen noch irgendwann.. :p

Krüger Nationalpark

Samstag, 31.01.2015
Flug und erste Tage:
Nach mehr als 24 Stunden bin ich dann endlich auch mal angekommen. Im Flieger nach Johannesburg hatte ich eine ganze Reihe also 4 Sitze für mich alleine, was ich auch auf jeden Fall ausgenutzt habe. Bis Johannesburg verlief alles gut, allerdings wurde dort mein Flug nach Hoedspruit gestrichen, wegen technischer Probleme. Daher musste ich 2 Stunden warten auf das nächste Flugzeug, welches sich als sehr instabiles Propellerflugzeug entpuppte. Dafür lernte ich die anderen kennen, die verwunderlicherweise mit mir in den Krüger fuhren. Leider standen sie nicht auf meiner Mitreisendenliste und ich nicht auf derer, weshalb die sich alle anderen schon kannten. Anschließend mussten wir noch 1 1/2 Stunden bis zum Camp fahren, wo wir schon einen Elefanten, Giraffen, Zebras und weitere Tiere gesehen haben. Dort angekommen haben wir die anderen kennen gelernt die schon seit 2 Wochen da sind. Insgesamt sind wir jetzt 9 Volunteers. Eine davon ist Engländerin weshalb wir ihr ständig erklären müssen worüber wir reden. Hier sind alle genau so alt wie ich, bis auf eine die ist 45. Nur einen Kerl namens Piet haben wir hier, der ist aber ganz korrekt. Nachmittags waren wir noch am "viewpoint", ein kleiner Hügel mit Stühlen in Nähe unseres Camps, von wo aus man einen tollen Blick hat. Vom Camp aus schaut man direkt auf den 30m entfernten Oliphant River, in dem Tag und Nacht die Hippos baden und grölende Geräusche von sich geben. Wir Volunteers haben unser eigenes Haus mit Küche, Bad etc. Das Zimmer teile ich mir mit 5 anderen. Den Schlafsack habe ich völlig umsonst mitgenommen, denn auch nachts ist es noch unglaublich heiß. Essen wird 1 mal in der Woche eingekauft von unseren Coordinatoren, da der nächste Laden 2 Stunden entfernt ist. Einteilen und kochen müssen wir das Essen selber, was für 10 Personen (der eine Wilflifecoordinator isst mit) garnicht so leicht ist.
Die Abende werden meistens in gemütlicher Runde am Lagerfeuer oder mit ner Runde Phase 10 vebracht.

Am zweiten Tag hatten wir eine Einführung in unsere bevorstehende Arbeit von unseren Volunteercoordinatoren Caz und Anna. Um die Gegend erst einmal kennen zu lernen sind wir am Nachmittag zu einem normalen Drive rausgefahren. Mit 9 Leuten auf dem Truck ist es ziemlich eng, unbeqeuem und heiß, vor allem in der Mittagshitze. Die Sonne ist hier so extrem, dass sie durch mein Shirt meine Haut verbrannt hat.

Hausarbeit
In diesem Haus ist Sauberkeit das oberste Gebot, da sonst Tiere ins Haus kommen. Daher haben wir einen Putzplan. Bad, Aufenthaltsraum und Küche müssen täglich geputzt werden. Es dürfen niemals Krümel herumliegen und das Geschirr wird sofort nach dem benutzen abgewaschen. Außerdem gibt es pro Tag eine Gruppe, die das Abendessen kocht und eine Gruppe, die die Daten die tagsüber aufgeschrieben wurden in den PC eintragen muss. Einmal pro Woche wird trotzdem noch einmal ein großer Hausputz veranstaltet, wobei auch die Kühlschränke abgetaut und geputzt werden. Dennoch sind Kakerlaken und Käfer nicht zu vermeiden. Es ist selten, dass man beim Abendessen auf dem Teller keinen Käfer findet, aber man gewöhnt sich irgendwie daran.

Unsere Arbeit im Überblick:

Birdsurvey
Morgens um 5 oder 6 geht es meistens raus zum Birdsurvey. Es gibt 15 festgelegte Punkte, die im Wechsel angefahren werden. Pro Drive fährt man 4 Punkte an, an denen man jeweils 10 Minuten hält. In dieser Zeit müssen alle Vögel dokumentiert werden, die man sieht und hört. Da es in Südafrika 492 Vogelarten gibt muss unser Coordinator Johann die Vögel identifizieren, wenn auch nur am Geräusch. Er sagt uns welcher es ist, einer muss das aufschreiben. Dazu kommt noch die Richtung, die jeweils einer von uns per Kompass durchgibt. Die Anzahl der Art, in welcher Distanz er etwa ist und ob er fliegt, ob man ihn sieht oder nur hört. Dazu kommt noch die Startzeit am jeweiligen Birdpoint und die Sekunde in der wir den Vogel sehen. Hier ein paar Beispiele der gängigsten Vögel: African Grey Hornbill, Black-heated Oriol, Cape Turtle-Dove, Crested Francolin, European Roller, Monotonous Lark, Southern Black Tit, Yellow-fronted Canary, Rattling Cisticola..
Die Arbeit dauert meistens um die 1 1/2 Stunden und ist die langweiligste überhaupt.

Dawn Patrol
Dawn Patrol findet morgens früh statt, wenn wir mal kein Birdsurvey machen, oder aber wir machen es direkt im Anschluss. Das eine Patrouillefahrt, wo wir öfter auch mal Tracks also Tierspuren verfolgen, die teilweise auch dokumentiert werden müssen (von Löwen, Rhinos,Elefanten etc.). Unser Coordinator Johan nennt es die ¨daily newspaper¨, da man die Geschwindigkeit des Tieres, die Richtung, das Verhalten usw ablesen kann. Das dauert meistens 2 Stunden.

Transect A & B
Transect A und B sind 2 verschiedene festgelegte Strecken, die je nachdem was an dem Tag dran ist, abgefahren werden müssen. Wir sitzen währenddessen auf dem Truck und müssen sobald wir ein Säugetier sehen stopp rufen und sagen auf welcher Seite es ist. Dann werden so wie bei dem Birdsurvey die GPS Daten aufgeschrieben, wieviele es sind, die Art, das Geschlecht jedes einzelnen (was bei einer Herde von etwa 120 Impalas nicht so leicht ist), die Distanz, die Uhrzeit, Bearing (mir entfallen die deutschen Wörter oftmals, da ich alles auf englisch gelernt habe, aber ich glaube das ist auf deutsch übersetzt die Gradzahl) und die natürliche Umgebung. Erst dann kann es weiter gehen mit dem Drive. Einer von den Drives wird jeden Tag gemacht, was etwa 1 1/2 bis 2 Stunden dauert.

Sunset Drive
Der Sunset Drive findet bei uns meistens gegen 17:30 statt und ist dasselbe wie Dawn Patrol nur gegen Abend.

Reserve Work
Beim Reserve Work sind wir immer außerhalb des Trucks, da wir Wege frei schneiden, die von Büschen zugewuchert sind (Gartenarbeit sozusagen). Da das meistens um 14 Uhr also in der prallen Mittagshitze  von statten geht, ist es sau anstrengend. Das ganze Dauert etwa 2 Stunden.

Tagesablauf
Unser typischer Tagesablauf sieht so aus:
-5/6h Birdsurvey im Anschluss Transects oder Dawn Patrol
-11h ab und zu Lectures über bestimmte Themen
-14h Reserve Work oder Transects (wenn es morgens nicht schon gemacht wurde)
-17:30h Sunset Drive

Highlights
-Kochen: das erste mal, dass ich mit kochen dran war haben wir ein Braai gemacht, was ähnlich ist wie Grillen, nur auf Südafrikanisch. Dies ist eine Nachricht an meine Mama: liebe Mama, ich habe mein Kochtalent entdeckt. Mag sein, dass ich nach Rezept nicht so toll kochen kann, ABER im improvisieren bin in unschlagbar. Meine aus der Not zusammengewürfelten Salate inklusive selbstgemachter Soße waren der Knaller :D
-wir haben nach vielen Tagen verzweifelter Suche beim Sunset Drive endlich Löwinnen gesehen und später sogar noch eine weibliche Löwin und einen männlichen, die gerade genüsslich einen Impala verspeisten.
-an einem freien Vormittag hatten wir eine Bootstourauf dem Oliphant River gebucht, die etwa 3 Stunden ging. Man kam näher an die Hippos ran und wir haben ein 15 cm kleines Babykrokodil gesehen. Außerdem gab es dort Softdrinks zu kaufen, was man sehr zu schätzen weiß wenn man tagelang nur ungenießbares Leitungswasser trinken musste.
-eine Büffelherde versperrte uns den Weg während eines Drives
-ein Elefant hatten wir am Rand des Weges gesichtet. Erst haben wir viele Fotos gemacht und mussten dann warten bis er sich erntfernt, damit wir den Weg weiter fahren konnten. Der Elefant aber hatte es sich gemütlich gemacht und war nicht der Ansicht verschwinden zu müssen, weshalb wir uns mit dem Truck weiter ran trauten um zu schauen wie er reagiert. Er ist etwas weiter in die Büsche gegangen, war aber dennoch zu nah um einfach dran vorbei zu fahren. Also tasteten wir uns Meter für Meter weiter vor, bis Johan plötzlich rief wir sollen uns festhalten und er voll aufs Gas getreten hat. Das hat dem Elefanten dann aber doch nicht so gut gefallen also ist er uns hinter her gerannt und war gefährlich nah aber Johan hatte alles unter Kontrolle. Es war eine wahnsinnig coole Erfahrung :D bis wir an dem Elefanten endlich vorbei waren, war eine geschlagene Stunde vergangen :D
-unser Ausflug an unserem freien Tag ins Moholoholo Rehabilitationcenter war auch sehr interessant. Wir konnten alle eine Cheeta streicheln und waren den Löwen, Leoparden un Hyänen sehr nah.
-da wir alle aus verschiedenen Bundesländern kommen fallen manchmal Wörter, die unverständlich sind, wie beispielsweise jemanden zu ¨döppen¨. Das heißt in NRW jemanden unterzutauchen :D
-Löwen haben wir gesehen, die eine Impala gefressen haben.
-während eines Drives hat es nach Popcorn gerochen, so riecht der Urin von Leoparden. Leider haben wir ihn nicht gesehen, dafür aber andere aus der Lodge hier.
-Auf dem Rückweg von einem Drive bekamen wir die Meldung, dass vermutlich 3 Wilderer im Gebiet sind. Daher sind wir schleunigst ins Camp gefahren. Wir sahen Helikopter herum fliegen und warteten ab, denn um 14 Uhr sollte unser Reserve Work stattfinden. Es stellte sich aber heraus, dass wir das Camp nicht verlassen dürfen, da Wilderer auf alles schießen was sich bewegt. Somit verrichteten wir den Reserve Work in unserem Camp. Anschließend hörten wir etwa 25 Schüsse. Securitys hatten das Camp abgeriegelt und etwa 30 Männer mit Gewehren folgten den Spuren der Wilderer. Sie bildeten eine Reihe und schossen alle paar Minuten, um die Wilderer damit aus dem Gebiet zu jagen, was allerdings nicht möglich gewesen wäre, da auch dort alles abgeriegelt war. Letzten Endes haben sie die Wilderer nicht gefunden, aber wären sie noch da gewesen hätten sie die Schüsse nicht überlebt. Wir mussten dennoch aus Sicherheitsgründen den ganzen Tag im Camp bleiben.
-während eines Drives haben wir eine Black Mamba gesehen, wenn die eine beißt hat man noch max. 20 Minuten zu leben.
- an einem freien Tag sind wir zu einer Mangoplantage in Hoedspruit gefahren. Der Manager hat uns alles gezeigt und man kam sich wie bei einer Dokumentation bei Galileo vor. Es war sehr interessant, krass war allerdings, dass alle Arbeiter schwarze waren und alle Chefs und die die im Büro saßen weisse waren
-beim letzten Drive haben wir das lang ersehnte Rhino gesehen. Normalerweise sind die Tiere sehr scheu doch wir hatten Glück, denn das Nashorn kam auf 10 Meter an uns ran.

Letzte Vorbereitungen

Montag, 12.01.2015

So langsam wird es tatsächlich ernst. In 2 Tagen werde ich auf dem Weg nach Südafrika sein. Gepackt ist der Koffer mehr oder weniger (wir haben gemerkt, dass er kaputt ist, daher muss schnell ein neuer gekauft werden) und zahlreiche Impfungen habe ich hinter mir (9 ). Immer wieder fallen mir Dinge ein die ich noch unbedingt brauche .  Aufgeregt bin ich komischerweise noch überhaupt nicht aber das kommt bestimmt spätestens am Flughafen. Leider bin ich die einzige die zu der Zeit im Camp beim Krüger Park ankommt, daher fliege ich ohne Mitreisende. Ich werde von Hannover nach München, von München nach Johannesburg und von Johannesburg nach Hoedspruit fliegen, womit ich 24 Stunden unterwegs sein werde. Worauf ich mich momentan am meisten freue ist mein 6-stündiger Aufenthalt in München, währenddessen ich das BMW-Werk besuchen werden :D

Da ich im Krüger wohl kaum Internetzugang haben werde, kann ich erst gegen Ende des Monats wieder schreiben, wenn ich am Flughafen oder aber im neuen Projekt bin. :)

 

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